Kaffee richtig lagern: So bleiben Kaffeebohnen länger frisch

Kaffee richtig lagern: So bleiben Kaffeebohnen länger frisch

Kaffee richtig lagern ist einfacher, als viele denken. Trotzdem landen Kaffeebohnen noch immer im Kühlschrank, in offenen Behältern oder monatelang im Vorratsschrank. Dabei beginnt Kaffee nach der Röstung langsam Aroma zu verlieren. Wer guten Kaffee kauft, sollte deshalb nicht nur auf Bohne und Röstung achten, sondern auch darauf, wie der Kaffee zu Hause aufbewahrt wird.

Die gute Nachricht: Du brauchst dafür keine komplizierte Ausrüstung. Mit ein paar einfachen Regeln kannst du deine Kaffeebohnen vor ihren größten Feinden schützen und dafür sorgen, dass dein Espresso, Cappuccino oder Filterkaffee länger aromatisch schmeckt.

Warum verliert Kaffee überhaupt sein Aroma?

Nach dem Rösten verändert sich Kaffee weiter. In den Bohnen befinden sich viele flüchtige Aromastoffe, die wesentlich dafür verantwortlich sind, was wir später riechen und schmecken. Sobald Kaffee mit Sauerstoff, Feuchtigkeit, Wärme und Licht in Kontakt kommt, verändert sich sein Aroma zunehmend.

Besonders deutlich wird das bei bereits gemahlenem Kaffee. Durch das Mahlen vergrößert sich die Oberfläche enorm. Dadurch kann Sauerstoff viel leichter mit dem Kaffee reagieren und die Aromaveränderung beschleunigen.

Deshalb ist es grundsätzlich besser, ganze Bohnen aufzubewahren und erst unmittelbar vor der Zubereitung zu mahlen. Eine gute Kaffeemühle kann für besseren Kaffee zu Hause manchmal mehr bewirken als der nächste Wechsel der Kaffeemaschine.

Die vier größten Feinde deiner Kaffeebohnen

Wenn du Kaffee richtig lagern möchtest, solltest du vor allem vier Dinge vermeiden: Sauerstoff, Feuchtigkeit, Wärme und Licht.

Sauerstoff fördert Oxidationsprozesse und verändert dadurch die empfindlichen Aromen. Feuchtigkeit ist ebenfalls problematisch, weil geröstete Bohnen sehr trocken sind und Feuchtigkeit aus ihrer Umgebung aufnehmen können.

Auch Wärme beschleunigt chemische Reaktionen. Deshalb sollte der Kaffee nicht direkt neben dem Herd, Backofen oder auf einer sonnigen Fensterbank stehen. Licht – insbesondere direktes Sonnenlicht – ist ebenfalls keine gute Idee.

Der ideale Platz ist also ziemlich unspektakulär: trocken, dunkel und bei möglichst stabiler Raumtemperatur.

Gehören Kaffeebohnen in den Kühlschrank?

Diese Frage hören wir immer wieder. Für den täglichen Gebrauch lautet unsere Empfehlung normalerweise: nein.

Im Kühlschrank gibt es Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und viele unterschiedliche Gerüche. Kaffee kann Fremdgerüche aufnehmen. Außerdem kann sich beim wiederholten Herausnehmen und Zurückstellen Kondenswasser bilden.

Wer seinen Kaffee innerhalb eines normalen Zeitraums verbraucht, ist mit einem trockenen, dunklen Küchenschrank meist besser beraten.

Anders kann es bei einer langfristigen Lagerung im Gefrierschrank aussehen. Gut und luftdicht portionierte Bohnen können eingefroren werden. Das ist jedoch eher interessant, wenn man besondere Kaffees bewusst über längere Zeit aufbewahren möchte. Für den normalen täglichen Kaffee ist diese zusätzliche Arbeit meistens nicht notwendig.

Originalverpackung oder Kaffeedose?

Eine gute Kaffeeverpackung ist bereits dafür entwickelt, die Bohnen zu schützen. Viele hochwertige Beutel verfügen über ein Aromaventil. Dieses lässt Gase, die nach der Röstung aus den Bohnen austreten, nach außen entweichen, ohne dass unnötig viel Sauerstoff hinein gelangt.

Wenn sich der Beutel nach dem Öffnen wieder gut verschließen lässt, kannst du den Kaffee problemlos darin aufbewahren. Drücke überschüssige Luft vorsichtig heraus und verschließe die Verpackung anschließend wieder.

Eine luftdichte Kaffeedose kann ebenfalls sinnvoll sein. Sie sollte sauber, trocken und möglichst lichtundurchlässig sein. Entscheidend ist weniger, ob der Behälter besonders teuer aussieht, sondern wie gut er den Kaffee vor Luft, Feuchtigkeit und Licht schützt.

Wie viel Kaffee sollte man auf Vorrat kaufen?

Hier kommt ein Punkt, der oft unterschätzt wird: Die beste Lagerung kann keinen Kaffee unbegrenzt frisch halten.

Ein riesiger Vorrat erscheint zunächst praktisch und vielleicht sogar günstiger. Wenn ein angebrochener Beutel aber viele Wochen oder Monate herumsteht, geht ein Teil des ursprünglichen Aromas verloren. Für guten Kaffee ist es deshalb sinnvoller, den eigenen Verbrauch ungefähr zu kennen und entsprechend einzukaufen.

Trinkst du beispielsweise zwei oder drei Tassen täglich, brauchst du wesentlich weniger Kaffee als eine Familie mit mehreren Kaffeetrinkern oder ein Büro mit zehn Mitarbeitern.

Unsere Philosophie bei BECO ist deshalb ziemlich einfach: lieber regelmäßig frisch gerösteten Kaffee kaufen als einmal einen riesigen Vorrat anzulegen. Genau dafür kann auch ein Kaffee-Abo praktisch sein. Du bekommst regelmäßig Kaffee und musst nicht jedes Mal daran denken, rechtzeitig nachzubestellen.

Warum du Kaffee am besten frisch mahlst

Neben der Lagerung hat auch der Zeitpunkt des Mahlens großen Einfluss auf den Geschmack.

Solange die Bohne ganz ist, schützt ihre Struktur einen Teil der Aromastoffe. Sobald sie gemahlen wird, entsteht sehr viel zusätzliche Oberfläche. Sauerstoff kann nun schneller wirken und der Kaffee verliert deutlich schneller an Aroma.

Wer zu Hause eine Mühle besitzt, sollte deshalb möglichst nur die Menge mahlen, die unmittelbar gebraucht wird. Das gilt für Siebträger genauso wie für Filterkaffee, French Press oder Mokkakanne.

Beim Vollautomaten geschieht das automatisch: Die Maschine mahlt die benötigte Portion direkt vor dem Bezug. Trotzdem solltest du auch dort den Bohnenbehälter nicht unnötig mit großen Mengen füllen, wenn du nur wenige Tassen am Tag trinkst.

Kaffee richtig lagern im Büro

Im Büro gelten grundsätzlich dieselben Regeln wie zu Hause. Allerdings werden dort häufig größere Packungen verwendet und mehrere Personen bedienen die Kaffeemaschine.

Entscheidend ist deshalb, den tatsächlichen Verbrauch zu kennen. Ein Unternehmen, das mehrere Kilogramm pro Monat verbraucht, kann problemlos größere Mengen bestellen. Ein kleines Büro mit wenigen Mitarbeitern sollte dagegen nicht zehn Kilogramm gleichzeitig öffnen und lagern.

Für unsere Firmenkunden im Innviertel können wir die Liefermenge deshalb an den tatsächlichen Verbrauch anpassen. So muss niemand unnötig große Vorräte aufbauen und gleichzeitig ist regelmäßig frisch gerösteter Kaffee verfügbar.

Gerade bei Kaffee im Büro ist eine planbare Lieferung oft die einfachste Lösung: weniger Einkaufsaufwand und trotzdem konstant guter Kaffee.

Fazit: Frisch kaufen, gut verschließen und genießen

Kaffee richtig lagern bedeutet vor allem, die Bohnen vor Sauerstoff, Feuchtigkeit, Wärme und Licht zu schützen. Bewahre sie trocken und dunkel auf, verschließe die Verpackung nach jeder Verwendung sorgfältig und mahle möglichst erst direkt vor der Zubereitung.

Noch wichtiger ist jedoch, Kaffee nicht unnötig lange aufzubewahren. Frische lässt sich nicht durch eine teure Kaffeedose zurückholen.

Bei BECO Kaffeerösterei rösten wir unsere Kaffees frisch im Innviertel. Wenn du regelmäßig Kaffee trinkst, kannst du über unseren Onlineshop genau die Menge bestellen, die zu deinem Verbrauch passt. Mit unserem Kaffee-Abo wird es noch einfacher: Dein Kaffee kommt regelmäßig zu dir, ohne dass du monatelang große Vorräte lagern musst.

So bleibt Kaffee das, was er sein soll: frisch, aromatisch und richtig gut in der Tasse.

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